Man kann auch in die Höhe fallen
- Roman
- Format
- Bog, hardback
- Tysk
- 352 sider
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Beskrivelse
Mit Mitte fünfzig zieht der Erzähler zu seiner Mitte achtzigjährigen Mutter aufs Land, um dort an einem Roman über das Theater mit dem Titel »Scham und Bühne« zu schreiben. Es werden unvergleichliche, ereignisreiche Wochen, in denen er durch die Hilfe seiner Mutter aus einer tiefen Lebenskrise findet.
Nachdem er in Wien von einem Schlaganfall aus der Bahn geworfen wurde, hofft Joachim Meyerhoff, durch einen Neuanfang in Berlin wieder Fuß zu fassen. Doch alles kommt anders als gedacht. Die neue Stadt zerrt an den Nerven und die künstlerische Arbeit als Schriftsteller und Schauspieler fällt ihm von Tag zu Tag schwerer.
Auf der Geburtstagsfeier seines kleinen Sohnes ereignet sich ein Zwischenfall, der keinen Zweifel daran lässt, dass es so nicht weitergehen kann. Der Erzähler verlässt Berlin und zieht zu seiner Mutter aufs Land, die auf einem herrlichen Grundstück unweit vom Meer ein sehr selbstbestimmtes Leben führt. Mutter und Sohn sind sich immer schon sehr nah gewesen, aber diese gemeinsamen Wochen werden zu einer besonderen Zeit. Der Sohn klinkt sich ein in den Tagesablauf der Mutter, beginnt seinen Theaterroman und andere Geschichten zu schreiben und findet allmählich heraus aus Zorn und Nervosität, die ihn sein ganzes Leben begleitet haben.
Detaljer
- SprogTysk
- Sidetal352
- Udgivelsesdato07-11-2024
- ISBN139783462006995
- Forlag Kiepenheuer & Witsch
- FormatHardback
Størrelse og vægt
10 cm
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Anonym 01/12/2024
„Man kann auch in die Höhe fallen“ ist das sechste Buch aus Joachim Meyerhoffs Erzählprojekt „Alle Toten fliegen hoch“. Bei diesem Buch war ich zwischen lautem Lachen und gelangweiltem Weiterblättern hin- und hergerissen. Dennoch hat mich seine Liebeserklärung an seine Mutter sehr gut unterhalten und ich werde die vorherigen Teile der Reihe auch noch lesen. Aber von vorn. „»Mama«, sagte ich zu ihr, »Überraschung! Ich komme morgen zu dir aufs Land. Ich möchte mich besser um dich kümmern, dir im Garten helfen, versuchen zu schreiben und«, ich bemühte mich, es verheißungsvoll klingen zu lassen, »wahrscheinlich bleibe ich sogar länger.«“ Mit diesen Worten kündigt Joachim Meyerhoff den Besuch bei seiner Mutter in Schleswig an der Ostsee an. Er steckt in einer Schaffens- und Lebenskrise. Nach dem Schlaganfall vor ein paar Jahren hat sich in ihm mit Mitte eine tiefsitzende Gereiztheit, ein Gefühl ständiger Erschöpfung, Überforderung und Dünnhäutigkeit hatte sich in ihm breitgemacht. Richtig die Nerven verloren hat er beim neunten Geburtstag seines Sohnes Elliot, was ihm den Zorn einiger Menschen eingebracht hat. Seine Mutter spannt ihn in ihren Alltag ein. Er arbeitet im Garten, sie gehen gemeinsam schwimmen und trinken Whiskey, reden viel miteinander und er schafft es, wieder zu schreiben. Herausgekommen ist ein Buch über sich selbst, aber auch eine Liebeserklärung an seine Mutter. „»Glaubst du, es wird ein Buch?« »Ich weiß es nicht, Mama.« »Ich würde, ehrlich gesagt, lieber doch nicht drin vorkommen.« »Na bravo.«“ Aber ganz offensichtlich hat Mutter Meyerhoff (ich weiß inzwischen, dass sie Susanne heißt) sich das Buch verdient, denn sie scheint eine wirklich bemerkenswerte Frau zu sein. Ich denke, wir würden uns verstehen. „Meine Mutter sprach gerne mit den Dingen, stand in permanentem Austausch mit allem, was sie umgab“ – das finde ich ganz wunderbar. Unterhaltungen mit der Sonne und Vögeln gehen mir ebenso ans Herz wie die Tatsache, dass sie stachelige Brombeerranken mit einem „Wirst du wohl aufhören!“ zurechtweist oder sich bei einem Malvenschössling entschuldigt, dass sie auf ihn getreten ist. Das kommt mir sehr bekannt vor. Ihr Sohn schreibt liebevoll über seine Mutter und ihr bewegtes Leben. Sie isst, taucht, backt, hackt Holz, erntet und mäht und das alles mit neuem Knie, neuer Hüfte und einer neuen Herzklappe. Sie ist ein Freigeist, „Rezepte empfindet sie genauso wie Geschwindigkeitsbegrenzungen als Bevormundung“. Dafür kann sie gleichzeitig Käsekuchen mit Rosinen, Rhabarberkuchen mit Baiser und Apfelkuchen mit Butterbröseln backen, was mich sehr beeindruckte. Wurde Joachim Meyerhoff von einem Oktopus großgezogen? Nein, aber von einer äußerst patenten Mutter. Es gibt aber neben warmem-Apfelkuchen-und-Rohrnudel-Idylle auch düstere Zwischentöne. „Unsere Ehe war schrecklich, er hat mich betrogen, fast bin ich daran zerbrochen, doch ich habe mich nie getrennt.“, erzählt die Mutter. „Die Jahre gingen so dahin, und ich hab eigentlich immer nur gekämpft.“ Der Tod des mittleren Sohnes hat sie schwer getroffen, trotz Trennung hat sie ihren Mann bis zu dessen Tod gepflegt, ihren Lebensgefährten Michael Jahre später ebenso. Ihre Kinder waren und sind ihr Ein und Alles. „Es waren so gute Jahre, euch aufwachsen zu sehen und euch dabei begleiten zu dürfen“, sagt sie rückblickend. Die Geschichten über seine Mutter haben mich oft zum Lachen gebracht. Die Theatergeschichten, die Meyerhoff zwischendurch erzählt, haben mich wesentlich weniger abgeholt, zwar sind sie durchaus ansprechend erzählt, aber irgendwie fehlt mir bei ihnen der Witz. Eines ist am Ende des Buchs klar: seine Schaffenskrise scheint Joachim Meyerhoff überwunden zu haben. Dank Mutter, dank harter Arbeit, dank Liebe und Geborgenheit. Er ist gefallen und wieder aufgestanden. Und Mutter? Die hat sich neu verliebt. Von mir gibt es für dieses Buch fünf Sterne.
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