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Beskrivelse
In der Moderne muss Kunst ebenso wahr wie gegenwartig sein. Kein Werk und keine Praxis konnen sich ernsthaft als Kunst behaupten, ohne solchen Anspruchen zu genugen. Doch wie konnten Wahrheit und Gegenwartigkeit zu den entscheidenden, nicht-asthetischen Kriterien von Kunst werden? Die hier vorgelegte Studie versucht diese Frage zu beantworten, indem sie hinter die dominanten Begrundungsmythen von Moderne und Gegenwartskunst im Sinne von heroischen Uberwindungsleistungen alles Alten im Namen eines Neuen blickt. Derart wird eine Tradition des Wahrheits- und des Gegenwartsbezugs von Kunst sichtbar, die tief in jener Geschichte verwurzelt ist, als die Malerei begann, um ihren Status als Kunst zu ringen. Die historischen Niederlande stellen zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert den exemplarischen Schauplatz dieses Ringens dar. Durch den Verlust vorgegebener Wahrheiten und Funktionen entwickelte die Malerei im Spannungsfeld zwischen okonomischen, politischen und religiosen Krisen besondere Strategien der Selbstbehauptung als Kunst. Anhand spekulativer Bildideen - dem Bild als Schwelle, dem antagonistischen, dem analytischen und dem synthetischen Bild - wird die Wirkmachtigkeit dieser Strategien im Sinne eines spezifischen Wahrheitseinsatzes nachvollzogen und so das Nachleben der Niederlandischen Malerei als Gegenwartskunst erfasst.
Detaljer
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- Udgivelsesdato25-10-2021
- ISBN139783846766316
- Forlag Brill Deutschland
- FormatPDF
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